Die Rolle der Einflussnahme

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2014. március 27, 10:25

„350 Tage Familie!“ Mit diesem Spruch begann die UNO das Jahr 1994 und deklarierte es als das internationale Jahr der Familie. Seitdem untersuchten und beobachteten wir die Institution Familie und deren erzieherische Rolle für sportliche Aktivitäten Kinder und Jugendlicher. Unsere bisherige Erfahrung bei der Arbeit als Tennislehrer hat uns davon überzeugt, dass das Verhältnis und die Einstellung zum Thema Sport innerhalb der Familie, sowie das Familienleben und die Gewohnheiten der Eltern und sonstiger Familienmitglieder selbst, bestimmende Motive bei den Heranwachsenden im eigenen Verhältnis zu diesem Thema sind.

Allgemeines über die Familie und deren Rolle

Die Familie ist die grundlegendste und kleinste Einheit des gesellschaftlichen Aufbaus. Das Kind wird von Geburt an bis zum von Erwachsenenalter von der Familie geprägt. Sie gibt dem Kind Sicherheit, Fürsorge und die Möglichkeit, Erfahrungen seiner ihn umgebenden Umwelt zu erlernen. Die Familie ist für die Kinder eine besondere Wegweisung und Vorbildfunktion, leider manchmal auch im negativen Sinn. In diesem Rahmen verwirklicht sowohl die Persönlichkeits- als auch die körperliche Entwicklung des Kindes. Die in der Familie gemeinsam verbrachte Zeit ist für das Kind eine wichtige und vor allem prägende Vorbildfunktion.

Was ist Familie?

Laut pädagogischem Lexikon ist die Familie die kleinste Gemeinschaft zweier verschiedener Geschlechter, die in einem Haushalt organisiert zusammenleben und die auf eheliche Kontakte aufgebaut ist. Im Verlauf der Geschichte entwickelten sich verschiedene Formen der Familie. Durch die gesellschaftlichen Entwicklungen der unterschiedlichen Epochen bildeten sich die jeweilig verschiedenen Familientypen, die ihr momentanes Umfeld sowie die gesellschaftlichen Erwartungen, die an die Familie herangetragen wurden, widerspiegelten. Die Familie beinhaltet unterschiedliche zwischenmenschliche Beziehungen: Die Eltern-Kindbeziehung, sowie auch eheliche, geschwisterliche, wirtschaftliche, geistige und emotionale Verflechtungen. Sind diese harmonisch, wird das familiäre Leben das Leben jedes einzelnen bereichern und komplementieren. Somit stellt die Familie in Bezug auf die Versorgung, Formierung und Entwicklung der heranwachsenden Generation einen wichtigen erzieherischen Faktor dar.

Die familiäre Erziehung ist die älteste und natürlichste pädagogische Form, deren Ziel die Vorbereitung des Kindes auf die gesellschaftlichen Erwartungen und die Findung des persönlichen Glücks ist. Die Erziehung innerhalb der Familie hat einen hohen Stellenwert, da sie von der Geburt bis zum Eintritt ins Arbeitsleben eine kontinuierliche Einflussnahme auf das Kind ausübt. Ein in einer Familie aufwachsendes Kind lebt in einer Gemeinschaft, in der seine Bedürfnisse und Erwartungen berücksichtigt werden und in der es lernst, auch Rücksicht auf andere zu nehmen. Die Aufgabe der Erziehung wird bestimmt von gesellschaftlichen Erwartungen und ergänzt durch diejenigen, die die Eltern an das Kind stellen. Die primäre Aufgabe der familiären Erziehung besteht darin, für die Jugendlichen eine optimale Entwicklung und den Aufbau einer angemessenen Lebensform zu sichern. Dabei kommt der Konditionierung, der elterlichen Vorbildfunktion eine große Bedeutung zu. Die Gesellschaft erwartet von der Familie eine konstruktive Zusammenarbeit mit den Erziehungsinstitutionen und die Schaffung optimaler Voraussetzungen für einen gezielten positiven Einfluss.

Bei der Bewältigung der erzieherischen Aufgabe leisten erzieherische und gesundheitliche Institutionen Hilfestellung. Bei pädagogischen Institutionen erlangen sie fundierte theoretische und praktische Kenntnisse über angemessene moralische, ästhetische, weltanschauliche und körperliche Erziehung, die Gesundheitseinrichtungen informieren sich kontinuierlich über den Gesundheitszustand des Kindes und versuchen mit gezielten Informationen zu erreichen, dass jedes Kind eine gesunde Lebensweise anstrebt. Beide Einrichtungen versuchen auf jedwede Art, dieses Bedürfnis bei den Jugendlichen zu wecken und zu verinnerlichen und somit zu einer selbstverständlichen und tagtäglichen Tätigkeit werden zu lassen. Eine solche gesunde Lebensform ist mit viel Bewegung verbunden, also mit Sport. Man muss nicht besonders betonen, welche Determination von Lebensform die Familie und die familiäre Erziehung hat. In der heutigen Zeit ist die Ausformierung eines Lebensstils, der sowohl für die Gesellschaft, als auch für die einzelne Person gut und positiv ist, besonders wichtig. Wir können uns auch in schwierigen wirtschaftlichen Situationen nicht erlauben, bei der Anstrebung einer gesunden Lebensweise und somit bei sportlichen Betätigungen auch nur einen Schritt rückwärts zu gehen. Die Reihen von statistischen Erhebungen bestätigen, dass Bewegungsarmut und schädliche Gewohnheiten unsere Lebenserwartungen sehr negativ beeinflussen und wie viele Krankheiten sich dadurch bilden können. Abhängig davon müssen wir zu jeder Zeit Möglichkeiten finden, unsere Körper und Organe regenerieren und auffrischen zu können. Personen, die geistig und körperlich nicht fit sind, können ihre Aufgaben weder im eigenen Umfeld noch in allen anderen Lebensbereichen maximal und erwartungsgemäß erfüllen.

Es stellt sich die Frage, wem wir die Schuld zuschieben, der schulischen oder der familiären Umgebung, dass heute immer mehr ein bewegungsarmer Lebensstil vorrangig ist. Die gegenseitigen Schuldzuweisungen zwischen Schule und Familie sowie die Abschiebung der Verantwortung führt jedoch zu keinem Ergebnis. Nur mit gemeinsamer Kraft und gegenseitiger Hilfe ist eine effiziente Arbeit möglich. Alleine die Schule bzw. der Sportlehrer ist nicht in der Lage, dieses Problem zu bewältigen, wenn nicht ein angemessener und hilfreicher Background vorhanden ist, nämlich die Gesellschaft und die Familie. Bevor wir die Rolle der Familie hinsichtlich der Unterstützung, das Kind zum Sport hinzuführen, weiter analysiere, möchten wir das System der Sportmotive zielgerecht zusammenfassen.

Die Motive aus der Sicht der Sporttätigkeiten
Motive der Schüler
Das Motivsystem im Verhältnis des Schülers zum Sport als Freizeitbetätigung

  1. Breite soziale Motive, die Eltern, die Pädagogen, die Bestätigung von Kameraden; die allgemeinen Werte und Bedürfnisse von Sporttätigkeit müssen ermessen und erkannt werden – und die Hoffnung, gute Ergebnisse zu erreichen.
  2. Von der Sporttätigkeit kommende Motive – das Interesse an der Sportart – Vorteile und Werte für den Sporttreibenden – die Freude am Beherrschen erlernter Schwierigkeiten – Erfolgserlebnisse.
György Nagy schreibt in seinem Buch „Leibeserziehung und Wissenschaft“ die leibeserzieherischen Motive gruppiert.
1. Vitale Motivation
  • Bewegungsbedürfnis
  • Die Freude am Sport an sich
  • Erlebnisbedürfnis – vitale Empfindungen

2. Gesellschaftliche Motivation

  • soziale Bestrebungen
  • Bestrebung, Leistung zu erbringen
  • Bestrebung, Kenntnisse zu erlangen
  • vorschriftsmäßige (normative) Bestrebungen

3. Persönliche Motivation

  • Geltungsbedürfnis
  • Selbsteinschätzung – angestrebte Haltung
Die Motivation innerhalb des Familienlebens

Eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung des Motivationssystems kommt, neben der pädagogischen Tätigkeit, der im Familienleben ablaufender Motivation zu. Die Aktivität der Schule kann nur dann erfolgreich sein, wenn sie sich auf die familiäre Erziehung stützen kann. Der grundlegende Motivationsfaktor ist die emotionale Identifizierung. Aufgrund der tiefen Gefühle zu den Eltern nimmt das Kind das von den Eltern repräsentierte soziale Verhalten als Muster. Das Kind erlernt anhand des regelmäßigen Beispiels seitens der Eltern durch Nachahmen und Identifikation grundlegende und komplexere Formen sozialen Verhaltens. Dabei ist der gemeinsame Kontakt, die offene familiäre Atmosphäre, von grundlegender motivaler Wirkung. Die Erwartungen der Eltern sollten dabei flexibel und deutlich am Interesse des Kindes orientiert sein. Die gefühlsmäßige Bindung zu den Eltern weckt im Kind unterbewusst den Wunsch, die für die Eltern wertvollen persönlichen Erwartungen, Werte und Normen auch für sich anzunehmen. Nach den Eltern wird das Kind zusätzlich von Pädagogen und anderen für sich attraktive erfolgreiche Erwachsenen sowie von anerkannten, gleichaltrigen Kameraden motiviert. Daraus entsteht das Bedürfnis, einer Gemeinschaft anzugehören – das gemeinschaftliche Gefühl vergrößert die Grundmotivation.
Eine weitere Motivationssteigerung besteht darin, die Aktivität des Kindes positiv anzunehmen und sogar zu unterstützen, insbesondere indem seine Neugier und sein Interesse gestillt werden, ohne die Lust daran zu nehmen, wofür es leider zu viele Beispiele gibt. Als Beispiel, um mit Motivationsratschlägen richtige Gewohnheiten für die sinnvolle Gestaltung kultureller Freizeit auszubilden, sei genannt: mit gutem Beispiel vorangehen. Der Familie kommt in Bezug auf Motivation ein hoher Stellenwert zu, da hier alle grundlegende Motivation ausgebildet werden kann. Dies gilt auch im Hinblick auf Sport, weil das Interesse und die sich ausbildende Wertschätzung für die Freude an der Bewegung – insbesondere auf emotionaler Ebene – im Kleinkindalter am besten innerhalb der Familie bewerkstelligen lässt.

Der familiäre Einfluss auf die Kinder ist bei Wahl der Sportart am stärksten. Deshalb werden wir uns nur mit diesem Problemkreis beschäftigen, selbstverständlich nicht mit dem Anspruch der Vollständigkeit, da dies ein komplexes Thema wäre, das wissenschaftliche Untersuchungen beanspruchen würde. Für die weiteren Gruppierungen bzw. Verkleinerungen aus der Vielfalt der Sportarten möchten wir nur Tennis heraus greifen, da wir selbst seit unserer Kindheit diese Sportart ausüben (internationale Ebene) und seit Beendigung unserer aktiven Laufbahn bis heute als Tennisfachsportleher und Sportmanager tätig sind. Man könnte es auch Zufall nennen, dass gerade im Tennis (ebenso wie im Eiskunstlauf) der Familie im Hinblick auf den Sport und die Sportkarriere des Kindes die problematischste Rolle zukommt. Wie allgemein bekannt ist, gibt es die so genannten „Eislaufmütter“, ebenso existieren die „Tennismütter und –Väter“. Ausgehend von dieser Tatsache, möchten wir dieses Thema untersuchen und versuchen, ein paar grundlegende pädagogische Situationen zu beleuchten und vielleicht ein paar Vorschläge für Lösungen zu geben. Sport – insbesondere Tennis – durchlief große Entwicklungen. Um in die internationale, ebenso in die nationale Spitzenklasse zu gelangen, wird heutzutage wesentlich mehr qualitative und quantitative Arbeit vorausgesetzt, sowohl seitens des Spielers, als auch des Trainers. Dies erfordert wesentlich mehr Achtung und Sorge bei der Nachwuchserziehung. Durch den erhöhten Kraftaufwand, die Müdigkeit erzeigt, die Monotonie und sehr konzentrierte Ausführung der Trainingseinheiten ist es nicht immer leicht, die Jugendlichen davon zu überzeugen, regelmäßig Sport zu betreiben. Dies gilt im Besonderen für Tennis, bei dem das Training mit zunehmendem Alter immer zeitaufwändiger wird und eine immer ernsthaftere Einstellung zum Erreichen von guten Ergebnissen fordert. In der heutigen Zeit, in der Millionen Tennis spielen und in der in der Weltelite um Millionen gespielt wird, bewegen sich sowohl in Spieler-, als auch in Trainer- und Managerkreisen irrsinnige Summen Geldes. Manche sehen nur das Geld, insbesondere das „große“ Geld in diesem Sport. Den bis zur Spitze führenden Weg dagegen sie nur undeutlich oder gar nicht.

Viele Eltern denken so: „Wir nehmen das Kind mit auf den Tennisplatz und in ein paar Jahren sind unsere finanziellen Probleme gelöst.“ So einfach ist es jedoch nicht.

Am Anfang unserer Laufbahn spielten wesentliche weniger Leute Tennis. Damals waren vier bis fünf wöchentliche Trainingseinheiten das Maximum. Das wichtigste Auswahlkriterium war das Ballgefühl, die körperlichen Fähigkeiten waren nachrangig. Das heutige moderne Tennis erfordert ein tägliches zwei-, manchmal dreimaliges Training und stellt die konditionellen Fähigkeiten in den Vordergrund. Früher ging das Kind aus eigenem Willen auf den Tennisplatz im Gegensatz zu heute, wo die Kinder von den Eltern auf den Tennisplatz gebracht werden, ohne zu wissen, wohin sie eigentlich gehen. Auf diese Weise werden auch die Eltern ins Tennis einbezogen, werden „Trainer-Eltern“, besser wissende Mutter- und Vaterfachleute. Daraus resultieren langsam die heute schon üblichen Konflikte mit Trainer, Abteilungen und Verein. Unserer Beurteilung nach, kommen die Kinder sehr oft ohne die entsprechende innere Einstellung auf den Platz. Die Eltern bringen sie hin, weil das Kind ihrer Meinung nach talentiert ist und sie denken, dass sie dort auf dem Platz gut aufgehoben sind.

Immer Umfeld sehen sie nur, dass immer mehr Kinder Tennis spielen, warum sollte nicht auch aus ihrem Kind einmal ein großer Tennisspieler werden? Was bedeutet Tennis für viele Eltern? Das Geld! Bei solchen Einflüssen sollten reale Entscheidungen bei der Auswahl der Sportart für das Kind getroffen werden, was jedoch immer problematischer wird.

Da die persönlicher Entwicklung erst in der Pubertät ein Niveau erreicht, auf dem das Kind selbst reale Entscheidungen treffen könnte, kann von einem acht- bis neunjährigem Kind noch keine konkrete Entscheidung erwartet werden, die äußeren Einflüsse spielen eine noch zu bedeutende Rolle. Tennis spielen muss man heutzutage in jungen Jahren beginnen?! Der Konflikt ist kaum zu lösen, bleibt nur eine Lösung – die Eltern entscheiden wie ein absolutistischer Herrscher allein. In der heutigen Zeit sehen wir keine Kinder mehr, die alleine zum ersten Mal auf den Platz kommen, immer mit Mama oder Papa. Wenn das Kind nicht gerne Tennis spielt, warum quält es sich dann hier anstatt eine andere Sportart zu wählen? Die Eltern erwarten selbstverständlich Ergebnisse, sie glauben zu wissen, schließlich haben sie es so entschieden, dass ihr Kind ein großer Tennisspieler wird. Wenn die Erfolge auf sich warten lassen oder gar nicht eintreffen, ist sicherlich der Trainer schlecht, kann mit dem Kind nicht umgehen oder ist möglicherweise auch fachlich nicht kompetent genug usw., usw. Es folgen Konflikte mit dem Trainer, dem Übungsleiter. Immer öfter gerät das Kind in Stresssituationen und die Erfolge sind immer noch verspätet, was immer größere Rückschritte zur Folge hat.

Der nächste Schritt ist der Vereinswechsel. „Vielleicht kommt das Kind in bessere Hände.“, denken die Eltern. Aber auch dort hinkst das Kind den von den Eltern gestellten Erwartungen hinterher, was einen weiteren Wechsel zur Folge hat. Leider fängt das Kind das Kind nun allmählich an, diese schöne Sportart nicht mehr zu mögen, aber es muss dabei bleiben und fängt langsam in aller Stille an, Widerstand aufzubauen. Wir sind davon überzeugt, dass diese Denkweise bzw. Geschichte vielen bekannt ist. Es ist sinnvoll, hier die Worte von Jean-Paul Loth, der als französischer Nationaltrainer damals das so erfolgreich funktionierende Aufbausystem in Frankreich einführte. Auf die Frage, ob die Eltern die eigenen Kinder und deren Trainer für Erfolge im wahrsten Sinn verpflichten können, antwortete der namhafte Fachmann folgendes:

„Auch uns haben die wohlhabenden Tenniseltern große Sorgen bereitet. Sie wurden meistens völlig tennisverrückt und schickten die ganz jungen Kinder fünf- bis sechsmal wöchentlich zum Training, obwohl es für einen achtjährigen ausreicht, zwei- bis dreimal die Woche zu spielen. Damit erreichten sie lediglich, dass die Kinder im Alter von dreizehn bis fünfzehn Jahren begannen, das Spiel zu hassen. Wir verloren sehr viele Talente wegen der Ungeduld der Eltern.“

Die Wahl der Sportart ist eine gewissenhafte Überlegung, die Analysierung und Entscheidung benötigt. Einerseits sollte das Kind eine eigene Entscheidung treffen, die zu treffen es von der geistigen Entwicklung noch nicht in der Lage ist, andererseits wird es, wenn es sich eigenständig entscheiden kann, zu alt sein. Darauf baut sich die alte Feststellung, dass die klassische Zeit der Sportartwahl in die Pubertät fällt. Jeder aber weiß, dass die Entscheidung, Tennisspieler zu werden, in der Pubertät zu treffen, zu spät ist! Damit spielt das entscheidende Motiv der spontanen Neugier und des Interesses, verbunden mit dem sich ziemlich früh zeigenden Talent eine wichtige Rolle bei der Wahl der Sportart Tennis.

Die ewige Frage des Sports ist das Verständnis von Talent. Was ist Talent? Von welchem Tennisspieler können wir behaupten, er sei talentiert? Laut Dr. L. Nadori in seinem Buch „Trainingslehre und Methoden“ bedeutet es: „Der talentierte Sportler unterscheidet sich vom weniger Talentierten durch folgendes:

  • Aufgrund der Trainingsarbeit wird er sich organisch und psychisch entwickeln und bessere Ergebnisse erzielen.
  • Bei gleichmäßiger Trainingsintensität wird er bessere Trainingsergebnisse erzielen als seine Kameraden.
  • Er verträgt die Trainingsintensität relativ gut und reagiert bei Intensitätssteigerung positiv (deswegen kann man die Trainingsintensität eines talentierten Sportlers schneller erhöhen).
  • Er lernt die Bewegungsabläufe und die komplizierten technischen Elemente schneller. Er setzt die erhaltenen technischen und taktischen Hinweise mit Erfolg um.
  • Die vorhandenen Kenntnisse und Erfahrungen verwendet er kreativ, unerwartete und schwierige Aufgaben löst er auf originale Art.
  • Beim Bekämpfen von Schwierigkeiten ist er hartnäckig und beharrlich: im Allgemeinen ist er fleißig und strebsam, absolviert sein Training gern, wird sich seiner Arbeit schneller bewusst und strebt eine Kooperation mit dem Trainer an.“

Wie wir bereits erwähnten, kamen wir bei unserer Arbeit als Trainer und Sportmanager wegen der übereifrigen Aktivitäten von Eltern sehr oft in Konfliktsituationen. Aus diesem Grund stellten wir für uns das „Bild“ der idealen Tenniseltern zusammen:

  • 1. Sie unterstützen das Bestreben des Kindes, loben insbesondere dessen Fleiß und nicht das konkrete Ergebnis.
  • 2. Sie wissen, dass eine Niederlage keine Schande, sondern ein wichtiger und unersetzlicher Teile des Lernprozesses ist.
  • 3. Sie spornen das Kind auf eine vernünftige Art zu vollem Krafteinsatz und zum Erreichen des persönlichen Maximums an.
  • 4. Sie beurteilen (überschätzen) im Vorfeld nicht die Kapazität und das Können des Kindes.
  • 5. Sie bieten immer anständige Spielbedingungen durch ihre Ehrlichkeit.
  • 6. Vorrangiges Ziel der Eltern ist das Erfolgserlebnis des Kindes, nicht des eigenen.

 

Ivan K. Koltai                                                                        Gábor Nemes
Semmelweiß-Universität Budapest                             Semmelweiß-Universität Budapest
Fakultät für Sport und Sportwissenschaft                Fakultät für Sport und Sportwissenschaft
Institut für Sozialwissenschaften                                  Institut für Sportarten
Lehrstuhl für Sportmanagement                                   Lehrstuhl für Sportspiele